Hochwasser 2018 – Tief Burglind-Archivmeldungen

05.01.2018 – Hochwassersituation

Die Lage entspannt sich leicht, aber merklich.

Die Wasserstände der Wispe, der Glene, der Wambeeke und der Warne sind immer noch hoch, aber stabil. Teilweise sinken sie leicht.

Das Regenwasserrückhaltebecken zwischen Alfeld und Hörsum läuft langsam leer, ist aber noch bis zu einem Drittel gefüllt.

Die Leine ist in ihr Flutbett getreten. Seit einigen Stunden ist der Pegelstand stabil und liegt erkennbar unter der Marke der Warnstufe 3 (5,50 m, Pegel Greene).

Aufgrund der über die Nacht durchgeführten regelmäßigen Kontrollen kann festgehalten werden, dass zur Lagebesprechung um 9.00 Uhr die Regenwasserrückhaltebecken Wehmegrund und Bollhasen nicht markant angesprungen sind. Der natürliche Durchfluss ist gewährleistet.

Im Hinblick darauf, dass am heutige Tage und morgen keine wesentlichen Niederschlagsmengen mehr fallen sollten, geht die Verwaltung der Stadt Alfeld (Leine) davon aus, dass sich die Hochwasserlage leicht, aber spürbar entspannt hat und dies auch weiter tun wird.

Nichts desto trotz werden die markanten Punkte in der Kernstadt und in den Ortsteilen, jetzt mit größeren zeitlichen Abständen, auch bis in den Samstag hinein kontrolliert werden. Sollte sich die Situation gerade im Bereich der Regenwasserrückhaltebecken oberhalb von Sack unerwartet verschärfen, ist die Verwaltung vorbereitet und in der Lage, zu reagieren.

Es wird ausdrücklich darum gebeten, sich dem Bach- und dem Flussverlauf nicht zu nähern. Sämtliche Bäche und die Leine fließen mit hoher Geschwindigkeit. Die Uferkanten sind durchnässt und es kann jederzeit zu Rutschungen und Abbrüchen kommen. Mithin könnte in diesen Bereichen Lebensgefahr bestehen.

Zum jetzigen Zeitpunkt geht die Verwaltung der Stadt Alfeld (Leine) davon aus, dass sich die Situation weiter entspannt. Vorsicht ist aber weiterhin geboten.

Bürgermeister
Bernd Beushausen


04.01.2018 – Hochwassersituation

Aufgrund der starken Regenfälle der vergangenen Tage ist am gestrigen Abend kurzfristig der Dohnser Bach im Bereich der Göttinger Straße über die Ufer getreten. Mehrere Regenwasserrückhaltebecken sind angesprungen. Das Regenwasserrückhaltebecken in Gerzen an der B3 lief über. Das Becken zwischen Alfeld und Hörsum war vollständig gefüllt und entleerte sich über den Notüberlauf kontrolliert.

Im Rahmen der Lagebesprechung am heutigen Vormittag konnte die Verwaltung feststellen, dass sich die Situation im Wesentlichen stabil zeigt. Im Laufe des heutigen Tages und der Nacht werden Regenfälle in einer Größenordnung zwischen vier bis fünf Liter pro Quadratmeter erwartet. Dies zu Grunde legend ist davon auszugehen, dass es zu keiner wesentlichen Verschärfung der Situation kommen wird.

Nichts desto trotz werden die kritischen Punkte im Stadtgebiet und auf den Ortsteilen durch die Mitarbeiter des Baubetriebshofes in kurzen Abständen regelmäßig auch über die kommende Nacht hinweg kontrolliert werden.

Aus den Erfahrungen des Sommerhochwassers 2017 wissen wir, dass sich die Situation der Warne, gerade was die Regenwasserrückhaltebecken oberhalb von Sack angeht, erst zeitverzögert kritisch darstellen könnte. Zum Zeitpunkt der Lagebesprechung um 9.00 Uhr waren beide Regenwasserrückhaltebecken nicht angesprungen. Grundsätzlich wären die beiden Regenwasserrückhaltebecken aufgrund ihrer Planung in der Lage, die bisherigen Regenmengen zuzüglich der zu erwartenden unproblematisch aufzunehmen.

Dies setzt aber voraus, dass aus dem Sackwald heraus das versickerte Regenwasser sukzessive in den Becken aufgefangen werden kann. Sollte es aufgrund der Geologie und des gesättigten Bodens aber zu einer sehr schnellen Abgabe in die Becken hinein kommen, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass es gerade wieder entlang der Warne, insbesondere im Bereich des Antoniangers, zu einer Verschärfung der Situation kommen könnte.

Rein vorsorglich werden daher in den frühen Nachmittagsstunden die Anwohner des Antoniangers vorgewarnt. Die Verwaltung empfiehlt hierbei, soweit es irgend möglich ist, die Kellerbereiche zu räumen. Die bereits gestern Abend erzeugte Sandsackreserve wird zur Sicherung der Immobilien und des Straßenverlaufes auf dem Gymnasiumparkplatz bereitgestellt werden.

Es gilt noch einmal festzuhalten, dass es sich hierbei um eine reine Vorsorgemaßnahme handelt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gebäude am Antonianger und der Straßenverlauf selbst wesentlich vom Hochwasser betroffen sein werden, ist eher als unterdurchschnittlich einzustufen. Aus den Erfahrungen des Sommerhochwassers 2017 hält es aber die Verwaltung für angezeigt, entsprechende Vorsorgemaßnahmen anzubieten, in der Hoffnung, dass sie schlussendlich nicht notwendig sein werden.

Für Rückfragen steht das Rechts- und Ordnungsamt unter den Telefonnummern (Herr Sue) 703-206 oder 0160 3680434 sowie (Herr Heuer) 703-210 zur Verfügung.

Bürgermeister
Bernd Beushausen

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